Setzt man sich genauer mit dem auseinander, was unter Bedürfnissen verstanden wird, ist zunächst die Bedürfnispyramide nach Maslow bzw. seine Erweiterung zu nennen (vgl. Maslow, 1943; Jutta und Heinz Heckhausen, 2010).

Maslow stellt menschliche Bedürfnisse in einer Hierarchie dar, die pyramidal von unten nach oben gegliedert ist und zum Ausdruck bringen soll, dass die unten angesiedelten Bedürfnisse (bei Ebene 1 beginnend) die Basis für die weiter oben angesiedelten darstellen:

 

Ebene 1: Physiologische Bedürfnisse

 

Ebene 2: Sicherheitsbedürfnisse

 

Ebene 3: Soziale Bedürfnisse (Bedürfnis nach Zugehörigkeit)

 

Ebene 4: Individualbedürfnisse (Bedürfnis nach Wertschätzung)

(Kognitive Bedürfnisse, Erweitertes Modell)

(Ästhetische Bedürfnisse, Erweitertes Modell)

 

Ebene 5: Bedürfnis nach Selbstverwirklichung

(Transzendenz - Suche nach Gott, Erweitertes Modell)

 

Betrachtet man Bedürfnisse auf einer konkreteren, am Alltag orientierten Art, so lassen sich viele Bedürfnisse sammeln, deren Abgrenzung voneinander manchmal etwas schwer fallen kann. In Fallbesprechungen zum Metamodell fallen immer wieder eine Reihe von Bedürfnissen auf, die sehr konkret helfen können, auf Kinder einzugehen.

Die Einteilung der Bedürfnisse nach Maslow gehört zu den Meilensteinen der psychologischen Theorie. In der praktischen Anwendung tut man sich dennoch schwer, dies auf eine konkrete Ebene herunter zu brechen. Um bei der Anwendung des Metamodells auf sinnvolle – d. h. im Alltag handlungsleitende – Bedürfnisse zu kommen, sollen folgende Beispiele aus unserem Sprachgebrauch eine Orientierung geben. Darüber hinaus lässt sich diese Liste sicherlich noch erweitern, manche der genannten Bedürfnisse weisen zudem wenig Trennschärfe auf, sind synonym oder überschneiden sich in ihrer Bedeutung.